kundalini yoga berlin

Hintergrund

Yoga-Arten im Überblick

Aktualisiert am · 3 Min. Lesezeit

Wer in Berlin nach einem Yogakurs sucht, stößt schnell auf ein Dutzend Namen. Viele davon beschreiben keine eigene Philosophie, sondern vor allem ein Tempo und einen Schwerpunkt. Diese Übersicht ordnet die gängigen Stile ein – und zeigt, wo Kundalini Yoga dazwischen steht.

ruhigdynamischTempoGeistKörperYoga NidraRestorativesYinIyengarHathaSivanandaKundaliniAcroVinyasaAshtanga
Karte der Yoga-Stile nach Tempo (ruhig bis dynamisch) und Schwerpunkt (Körper bis Geist)

Zwei Fragen helfen bei der Einordnung

Erstens: Wie schnell ist die Stunde? Manche Stile halten Haltungen minutenlang, andere verbinden sie im Fluss mit dem Atem. Zweitens: Worauf liegt der Fokus – auf Kraft und Beweglichkeit oder auf Atem, Konzentration und Meditation? Die Grafik ordnet die Stile entlang dieser beiden Achsen. Sie ist eine grobe Orientierung, denn jede Lehrkraft setzt eigene Akzente.

Die Stile im Einzelnen

Hatha Yoga – der klassische, ruhige Stil mit gehaltenen Haltungen, Atemübungen und Entspannung. Gut für den Einstieg. Der direkte Vergleich mit Kundalini Yoga steht im Beitrag Hatha Yoga.

Vinyasa Yoga – Haltungen werden fließend mit dem Atem verbunden, oft mit Musik. Dynamisch, schweißtreibend, in Berlin besonders verbreitet.

Ashtanga Yoga – eine feste Abfolge von Haltungen, die Schritt für Schritt gelernt wird. Sehr kraftvoll und diszipliniert. Im „Mysore-Stil“ übt jeder in eigenem Tempo, die Lehrkraft korrigiert einzeln.

Iyengar Yoga – benannt nach B. K. S. Iyengar. Genaue Ausrichtung, viele Hilfsmittel wie Gurte, Blöcke und Stühle. Geeignet bei Beschwerden, weil jede Haltung angepasst werden kann.

Yin Yoga – passive Dehnungen im Sitzen und Liegen, die drei bis fünf Minuten gehalten werden. Sehr ruhig, zielt auf Bindegewebe und Gelenke.

Sivananda Yoga – eine feste Stunde mit zwölf Grundhaltungen, Atemübungen und Entspannung. Verbindet Körperpraxis mit indischer Philosophie.

Kundalini Yoga – Übungsreihen mit Atem, Bewegung, Mantra und Meditation. Mehr Wiederholung als Haltearbeit, viel Klang. Siehe Leitfaden für den Einstieg.

Yoga Nidra – geführte Tiefenentspannung im Liegen, der Körper wird in Gedanken durchwandert. Keine Bewegung, gut vor dem Schlafen.

Partner- und Acro-Yoga – Übungen zu zweit oder in der Gruppe, beim Acro-Yoga mit akrobatischen Hebefiguren. Verspielt, fördert Vertrauen und Kommunikation. In Berliner Parks im Sommer oft zu sehen.

Restoratives Yoga – ähnlich wie Yin Yoga, aber mit vielen Kissen und Decken, damit der Körper völlig loslassen kann.

Wo Kundalini Yoga eine Sonderrolle hat

Die meisten modernen Stile stammen aus dem Hatha Yoga und unterscheiden sich vor allem darin, wie Haltungen ausgeführt werden. Kundalini Yoga fällt etwas heraus: Hier sind Mantras, Meditation und festgelegte Kriyas mindestens so wichtig wie die Körperhaltungen. Dazu kommen Elemente aus der Sikh-Kultur wie Gurmukhi-Mantras und oft weiße Kleidung. Das macht Kundalini Yoga zu einem der ungewöhnlichsten Stile im Kursplan.

Welche Ausrüstung du brauchst

Für fast alle Stile reicht eine rutschfeste Matte. Iyengar, Yin und restoratives Yoga nutzen zusätzlich Blöcke, Gurte und Kissen, die meist im Studio bereitliegen. Für Kundalini Yoga lohnt sich ein festes Meditationskissen, weil viel im Sitzen geübt wird. Eine Klangschale oder einen Gong musst du nicht kaufen – beides bringt die Lehrkraft mit.

Tipp für die Suche

Viele Berliner Studios bieten günstige Probestunden oder Einsteigerkurse an. Achte auf Formulierungen wie „für alle Level“ oder „Anfänger“. Wie du speziell ein Kundalini-Angebot findest, erklärt der Beitrag Kundalini Yoga in Berlin. Und wer eher still sitzen als sich bewegen möchte, beginnt mit der Kundalini-Meditation.

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